Für Digitalisierung gibt es keine Blaupause

Business-Lösungen

Für Digitalisierung gibt es keine Blaupause

Fachbereiche und IT kooperieren

Die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Erweiterung bestehender Geschäftsmodelle mit und um „digitale Instrumente“ ist für jedes Unternehmen individuell zu gestalten, denn darin liegen die „digitalen USPs“. Und USPs haben eben auch „emotionale“ Komponenten, die eine Digitalisierung per Standard eliminieren würde.

Digitalisierung ist auch keine Technologie. Moderne Technologien wie zum Beispiel Sensorik und IoT machen digitale Angebote erst möglich. Wie zum Beispiel der Beschleunigungssensor im PKW neue Live-Traffic-Versicherungstarife ermöglicht. Oder die Millisekunden genaue Erfassung und Übertragung des Strombezugs, die die Erkennung von elektrischen Geräten und deren „Gesundheitszustand“ für Wartungsangebote der Hersteller ermöglicht. Im letzteren Fall können für den Energieversorger und für den Hersteller neue Möglichkeiten für zusätzliche Angebote und Erlöse entstehen. Es besteht aber auch das Risiko, wenn man als Energieversorger oder Weiße-Ware-Hersteller solche Angebote nicht selber schafft, dass Dritte – entweder ganz neue Marktteilnehmer oder Unternehmen aus anderen Märkten – solche Kundenschnittstellen erobern.

Weil es keine Standards gibt, weil „digitale“ Plattformen wie Google, Amazon, Facebook oder Apple, weil Startups wie Tesla, Airbnb, MyTaxi oder Wirecard mit hoher Dynamik ihre Angebote vorantreiben, existiert in den klassischen Industrien Aufregung. Und Bewegung. Und diese Bewegung in der Digitalisierung bedeutet: Fachbereiche und IT sind unabdingbar zur engen Zusammenarbeit verpflichtet. Denn es muss schnell gehen mit den neuen Angeboten. Kein Dreijahresplan, sonst ist die Chance vergeben. Anpassungsfähigkeit, Lernfähigkeit und ständiger Dialog mit den tatsächlichen Nutzern des Angebots bestimmen die Entwicklung. Dem wird man nur entsprechen können, wenn die Teams alle Kompetenzen in sich vereinen, die ein digitales Angebot braucht. Fach-, Prozess-, Rechts- und IT-Know-how in einem Team. Jede Entwicklung und Anpassung als nutzbares „Inkrement“ muss innerhalb weniger Wochen bereitstehen. Jedes Inkrement ist ein Live-Gang. Sofort. Skalierung erfolgt nach Bedarf.

Das erfordert für unsere Kunden methodische Unterstützung sowohl beim fachlichen Entwickeln (z. B. Design Thinking, Business Model Canvas, Lean Startup) als auch bei der Umsetzung in IT (Rapid Prototyping, DevOps, Multi Cloud Management). Und dann – zu einem gegebenen Zeitpunkt – einen effizienten, skalierbaren und adaptiven Betrieb „irgendwo“.

Die PROFI hat sich seit einiger Zeit zu diesem IT-Partner entwickelt. Mit dem neuen Geschäftsbereich Agile Methoden & Digitalisierung bauen wir unsere Fähigkeiten aus, in den dynamischen Entwicklungen und in gemischten, interdisziplinären Teams mitzuarbeiten. Weil wir die Methoden kennen, diese auch im Coaching mit einführen und ausbauen können und weil wir die Erfahrung haben, die Entwicklung, die Bereitstellung und den Betrieb von digitalen Anwendungen zu „machen“.

Christoph Steinhauer,
Geschäftsfeldleiter Agile Methoden und Digitalisierung der PROFI AG