München wird IBMs Watson IoT-Hauptstadt

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München wird IBMs Watson IoT-Hauptstadt

Erstes europäisches Watson Innovation Center rund um Cognitive Computing

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) entwickelt sich zur weltweit größten Datenquelle. Bereits heute gibt es weltweit über neun Milliarden vernetzte Geräte, die in den nächsten 15 Jahren täglich rund 2,5 Trillionen Bytes produzieren werden. Tendenz weiter steigend. Das Umsatzvolumen rund um IoT wird bis 2020 auf 1,7 Billionen US-Dollar geschätzt. Allerdings werden fast 90 Prozent dieser Daten gegenwärtig überhaupt nicht genutzt. Sie sinnvoll zu nutzen ist eine der großen Marktchancen – auch für das deutsche Zukunft sprojekt Industrie 4.0!

Industrie 4.0 – Synonym für die vierte industrielle Revolution – steht für eine umfassende Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsketten. Voraussetzung: die nahtlose Kommunikation aller beteiligten Systeme untereinander mit dem Ziel, dass sich Anlagen und Prozesse selbst steuern. Industrie 4.0 baut deshalb auf Technologien wie dem Internet der Dinge auf. Es bedarf Maschinen, die von Anfang an zum einen mit eigener Intelligenz ausgestattet sind und zum anderen eine entsprechende Infrastruktur haben, die die Daten in Echtzeit analysiert. Die Ausgangslage der deutschen Wirtschaft in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 ist hervorragend – ihr großer Vorteil ist der hohe Industrialisierungsgrad. Er bildet einen idealen Resonanzboden für datengetriebene, kognitive Geschäftsmodelle.

IBM hat im Dezember 2015 die weltweite Zentrale des IBM Geschäftsbereichs Watson IoT in München eröffnet, gleichzeitig sind die HighLight Tower auch der neue Standort des ersten europäischen Watson Innovation Centers. Rund 1.000 IBM Entwickler, Berater, Forscher und Designer werden zukünftig dort tätig sein.

Damit begegnet IBM der Nachfrage ihrer Kunden und Partner, sich mit den IBM Designern, Entwicklern, Datenwissenschaftlern in den Centern zusammenzusetzen und auszutauschen. Gemeinsam arbeiten sie in Zukunft an einer neuen Generation vernetzter Lösungen an der Schnittstelle von Cognitive Computing und IoT.

Cognitive Computing beschreibt eine neue Klasse von Systemen, die lernen, argumentieren und in natürlicher Sprache mit den Menschen interagieren können. Dabei werden ihnen bestimmte Fähigkeiten nicht explizit anprogrammiert, sondern sie lernen und bilden ihr Verständnis aus Interaktionen und Erfahrungen, die sie mit ihrer Umgebung machen. Dadurch halten sie gleichzeitig Schritt mit den wachsenden Datenvolumina, der steigenden Komplexität sowie unvorhersehbaren Informationen, die im Internet der Dinge entstehen. Sie helfen damit bei der Erschließung der rund 80 Prozent an unstrukturierten Daten, um das Unsichtbare sichtbar zu machen und die Welt besser zu verstehen.

Kunden, Start-ups, Universitäten, Forschungseinrichtungen und IoT-Partner – vom Chiphersteller über den Maschinenbauer bis hin zum industrieorientierten Lösungsanbieter – haben nun Zugang zur cloudbasierten IBM Watson IoT Plattform, um eine neue Generation kognitiver Apps, Services und Lösungen zu entwickeln. Davon profitieren vor allem Branchen wie die Automobilindustrie, Elektronikindustrie oder der Maschinenbau.

Christine Paulus,
Unternehmenskommunikation IBM
Unternehmensthemen, Cloud Computing
Start-ups sowie Geschäftspartner