Business-Lösungen

SAP S/4HANA

Die Business Suite der nächsten Generation

SAP hat mit SAP S/4HANA eine vollkommen neue Lösung entwickelt und begründet damit eine innovative Produktlinie, die die SAP Business Suite mit dem Kernprodukt SAP ERP ablösen soll. SAP betont dabei, dass SAP ERP für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren (also bis zum Jahr 2025) noch weiter gewartet und entwickelt werden soll. Gleichwohl soll SAP S/4HANA die Nachfolge von SAP ERP antreten. SAP versteht SAP S/4HANA als die neue strategische Plattform für SAP-Kunden.

Die wesentlichen Innovationen von SAP S/4HANA sind:

  • Die Datenbank SAP HANA
    Den Kern der neuen Lösung bildet SAP HANA, die als In-Memory-Plattform für alle Daten dient. Neben der reinen ERP-Funktion dient SAP HANA sowohl als Basis für Big-Data-Analysen als auch für die Abbildung weiterer Anwendungsszenarien.
  • Die neue Benutzeroberfläche SAP Fiori
    Die neue User-Interface-Technologie SAP Fiori in SAP S/4HANA unterstützt ein rollenbasiertes Arbeiten der Anwender durch eine intuitive Bedienung. Darüber hinaus steht sie auf verschiedenen Geräten zur Verfügung, z. B. auf Smartphones und Tablets, ohne dass die Benutzeroberfläche angepasst werden muss.
  • Integration in soziale Netzwerke und das Internet der Dinge
    Die Möglichkeiten zur Vernetzung von SAP S/4HANA mit sozialen Netzwerken, dem Internet der Dinge (Internet of Things) und mit anderen Software-Produkten, wie z. B. dem Beschaffungsnetzwerk SAP Ariba oder der Reisemanagementlösung Concur, betrachtet SAP ebenfalls als essenzielle Innovation.
  • Unterschiedliche Betriebsmodelle
    Es können verschiedene Betriebsmodelle, sogenannte Deployment-Formen, von SAP S/4HANA genutzt werden, vom On-Premise-Betrieb über die Nutzung des Services SAP HANA Enterprise Cloud mit einem Funktionsumfang, der fast dem On-Premise-Betrieb gleichkommt, bis hin zur Nutzung von Cloud-Versionen spezieller Produkte.
SAP Press – Moderne Anforderungen und SAP S/4HANA

Heutige SAP-Systemlandschaften zeichnen sich durch eine hohe Komplexität aus. Daten und Prozesse werden auf unterschiedliche Systeme verteilt und müssen über entsprechende Integrationssysteme miteinander kommunizieren. Die systemübergreifende Datenredundanz und resultierende Schnittstellen sorgen häufig für eine mangelnde Innovationsfähigkeit. Das Adaptieren neuer Lösungen in derartige Strukturen birgt Risiken und führt meist zu einem hohen Testaufwand, um die notwendige Systemstabilität zu gewährleisten. Die meisten Systeme werden von eigenem IT-Personal betreut und binden dadurch wertvolle Ressourcen.

Diese Einschränkungen stehen den Anforderungen gegenüber, die sich durch die digitale Transformation ergeben. SAP S/4HANA nutzt dabei als eine wesentliche Komponente die HANA-Datenbank. Sie wurde unter anderem mit dem Ziel konstruiert, ein deutlich vereinfachtes Datenmodell abzubilden und kürzere Zugriffzeiten zu ermöglichen.

Die HANA-Datenbank wurde im Jahr 2010 vorgestellt. Im Gegensatz zu den klassischen Datenbanken basiert sie auf der sogenannten In-Memory-Technologie. Durch die neue HANA-Technologie können wesentliche Anforderungen an moderne IT-Systeme abgedeckt werden. Aufgrund der erheblich verbesserten Zugriffszeiten ist es möglich, flexible Auswertungen in Echtzeit auf großen Datenmengen durchzuführen. Die HANA-Datenbank bietet damit eine integrierte Lösung, um sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten zu verarbeiten.

In der SAP Business Suite bzw. in SAP ERP gibt es teilweise mehrere Lösungsansätze, um identische Geschäftsanforderungen und Abläufe im Unternehmen zu unterstützen. So gibt es z. B. verschiedene Konzepte für die Budgetierung, die technisch unterstützt werden. Auch Entwickler können, je nach Anforderung, zwischen dem ABAP Stack, dem Java-Stack und zwischen verschiedenen Technologien für die Programmierung von Eigenentwicklungen bzw. Benutzeroberflächen wählen.

SAP selbst hat sich bei der Entwicklung von Lösungen ebenfalls unterschiedlicher Technologien bedient. Die Verwendung dieser unterschiedlichen Technologien, Programmiersprachen und -umgebungen hatte zur Folge, dass sowohl verschiedene Prozesse der Software-Produktion bestanden als auch unterschiedliche Mechanismen für Lebenszyklen genutzt wurden.

Diese Heterogenität hat zwei wesentliche Konsequenzen: Zum einen wurde die Wartung erheblich komplizierter, komplexer und damit auch kostenintensiver. Zum anderen wurden Innovationszyklen zwangsläufig länger und die Systemstrukturen unflexibel. Die Bereitstellung einer Cloud-fähigen Lösung sowie deren Betrieb wurden z. B. durch die Vielfalt an Möglichkeiten ebenso verkompliziert.

Bei der Entwicklung von SAP S/4HANA wurde aus diesem Grund das Principle of One zum Leitgedanken der neuen Produktlinie erhoben. Das Principle of One besagt, dass idealerweise für eine Anforderung nur ein Lösungsansatz zur Verfügung gestellt werden soll. Der Leitgedanke bezieht sich auf unterschiedliche Ebenen: Er gilt einerseits inhaltlich, andererseits auch technisch und impliziert hierdurch erhebliche Veränderungen an der gesamten Systemarchitektur und an den Funktionen zwischen SAP S/4HANA und der SAP Business Suite.*

PROFI AG hilft Ihnen dabei, die richtige Systemlandschaft zu finden. Während der Architektur-Workshops zu SAP S/4HANA erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen die entsprechende Zielarchitektur und unterstützen Sie auch gerne bei der Transformation zu SAP S/4HANA oder der Installation auf der neuen Zielarchitektur.

* Ulf Koglin, SAP S/4HANA, SAP PRESS, 2016

Swen Uwe Förster,
Geschäftsfeldleiter Strategie & Architekturberatung & SAP Technologieberatung der PROFI AG