Was ist wichtig, was ist unwichtig und was wird wichtig sein?

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Was ist wichtig, was ist unwichtig und was wird wichtig sein?

Lassen Sie es doch Ihren Storage entscheiden!

Ein Speichersystem erkennt, welche Daten aktuell wichtig sind und sorgt dafür, dass zu jeder Zeit jede Information auf der am besten geeigneten Storage-Technologie zur Verfügung steht – und das alles ohne administrativen Eingriff! Das klingt nach einem Traum? Schon bald dürfte diese Wunschvorstellung Wirklichkeit werden − das Zauberwort hierfür heißt kognitiver Speicher!

Speichersysteme von IBM wurden bisher im Hinblick auf ihre Performance, Verfügbarkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit optimiert. So wird beim automatischen Tiering im Speichersystem der Speicherbereich zerstückelt. Diese „Extents“ bilden die Daten und verlagern sie auf die schnellste Technologie, um Performance-Engpässe − sogenannte Hot Spots − zu vermeiden. Tiering stellt also eine Performance-Optimierung dar. Dafür baut das System eine sogenannte Heat-Map auf, in der es die Zugriffshäufigkeit pro Speicher vorhält.

Art und Nutzungshäufigkeit von Daten bestimmen ihre geeignete Speicherung

Bei unstrukturierten Daten − wie Files, Audios, Videos und Messdaten − kann man noch einen Schritt weitergehen. IBM Speichersysteme kennen den Filetype, die Dateigröße, die Zugriffshäufigkeit sowie Informationen zur Erstellung und zu Änderungen der Daten.

Solche Daten über Daten – sogenannte Metadaten − sind für eine effiziente Speicherung wichtig. Warum sollte zum Beispiel eine Versicherungspolice 50 Jahre lang auf dem schnellsten und teuersten Medium gespeichert werden? Idealerweise sollte sie auf den günstigsten Speicher verlagert werden. Dieser Mechanismus ist bekannt als ILM (Information Lifecycle Management) und HSM (Hierarchisches Speichermanagement). Die Regeln, ab wann eine Datei auf dem günstigsten System verlagert wird, kann der Administrator bestimmen. So kann er festlegen, dass mp3-Files oder Videodateien zum Beispiel auf Tape gespeichert werden.

Kognitive Speicher erkennen die Wichtigkeit von Daten

Was passiert, wenn in einem Unternehmen über drei Wochen hinweg eine bestimmte Datei jeden Tag von tausenden Mitarbeitern angefragt wird, aber diese Datei auf dem langsamsten Speicher, ohne Schutz und ohne Verfügbarkeit, gespeichert wurde? Die Datei und die damit verbundene Information hat also in der Zeitspanne einen sehr hohen Wert für die Unternehmung! Kognitiver Speicher stellt dies fest und sorgt dafür, dass für jede Datei zu jeder Zeit das ideale Speichermedium gewählt wird, die Verfügbarkeit gewährleistet ist und die notwendigen Zugriffe erfolgen können.

Ein kognitiver Speicher lernt also das Nutzungsverhalten, die Metadaten und die darunterliegende Physik und wertet diese Informationen permanent aus. Sollten wichtige Daten kein Backup haben, wird das kognitive System sofort eine Kopie der Daten anfertigen. Sind angefragte Informationen auf einem langsamen Speicher abgelegt, werden sie auf Flash-Technologie verschoben. Darüber hinaus wird ein kognitives System hochskalieren, multiple Protokolle – wie S3, File, HDFS und Swift − unterstützen und weltweit verteilt agieren können.

In Zukunft sollen kognitive Speicher den Wert von Informationen identifizieren und vorausschauend arbeiten können, bevor es die Nutzer selbst wissen!

Ralf Colbus (Foto),
Leading Storage Professional der IBM

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Dennis Wloch,
Geschäftsfeldleiter Data Center Solutions