Business-Lösungen

Big Data is watching you?

Watch out for Big Data!

Die Digitalisierung schreitet mit großen Schritten voran – in allen Branchen und Segmenten unserer Ökonomie und Gesellschaft. Vom kleinen Mittelständler bis hin zum Industriekonzern – beinahe jedes Unternehmen ist dem globalen, digitalen Wettbewerb ausgesetzt. Es sucht nach Strategien, um disruptive Technologien für sich zu nutzen und seine Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft nachhaltig zu sichern. Nahezu alle Unternehmensprozesse kommen auf den Prüfstand, traditionelle Geschäftsmodelle werden überdacht und kritisch hinterfragt.

Bereits Joseph A. Schumpeter bezeichnete Unternehmensführung als „Prozess der schöpferischen Zerstörung“ (1942). Seine damalige Analyse ist aktueller denn je. Das allseits verwendete Schlagwort der Disruption beschreibt dieses Postulat sehr treffend: Nur wenn Organisationen ihre Geschäftsmodelle, Wertschöpfungsprozesse und Kernkompetenzen ständig hinterfragen, neu bewerten und transformieren, ist nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und unternehmerischer Erfolg möglich.

Die Erkenntnis ist sicherlich nicht neu, in Zeiten extrem schnell fortschreitender Digitalisierung und technologischer Entwicklung erhält sie jedoch eine ganz andere Dimension:

„Die IT, vor einigen Jahren häufig noch Kostenfaktor und Mittel zum Zweck, ist zum ganz entscheidenden, kritischen Erfolgsfaktor vieler Unternehmen geworden.“
Stefan Langhirt, Geschäftsbereichsleiter Unternehmensstrategie & Business Operations der PROFI AG.

Den Kern dieser neuen Wertschöpfung bilden die Daten – das „Gold des 21. Jahrhunderts“ in einer globalen, allseits vernetzten Welt entstehen jede Sekunde unvorstellbare Datenmengen – und damit unschätzbare Werte. Jeder Besitzer eines Smartphones ist Lieferant, Profiteur und Leidtragender zugleich, ebenso wie jedes Unternehmen selbst Unmengen von Daten produziert und viele externe Daten nutzt bzw. im Zugriff hat.

  • Wie kann eine Organisation nun von dem verfügbaren Datenschatz profitieren?
  • Wie kann man damit Prozesse optimieren, die Wertschöpfung erhöhen, die Produktivität steigern oder vielleicht gänzlich neue Geschäftsfelder erschließen?

Viele Unternehmen schrecken vor der Komplexität der Fragestellungen zurück. Die einen vielleicht deshalb, weil sie in Zeiten voller Auftragsbücher den Handlungszwang noch nicht unmittelbar spüren. Ein möglicher Trugschluss, wie uns die berühmte Parabel des Frosches im erhitzten Wassertopf vor Augen führt: Er verpasst den „Tipping Point“ und geht zugrunde.

Die anderen, weil sie die Komplexität der Projekte und technologischen Herausforderungen scheuen oder auch unsicher sind, wie ein pragmatischer Einstieg in eine solche Thematik aussehen kann.

Wie sieht nun eine Erfolg versprechende Vorgehens­weise aus?

Die Ausarbeitung eines passenden Use Cases ist sicherlich der Startpunkt. Technologie spielt hier zunächst eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen kaufmännische bzw. unternehmerische Fragestellungen:

  • Was will man mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Daten erreichen?
  • Wie wirken sich die beabsichtigten Ergebnisse auf Wertschöpfung, Produktivität etc. aus?

KPIs sind auch in Zeiten der digitalen Transformation sehr wichtige Kennziffern, um den Erfolg eines Digitalisierungsprojekts und dessen ROI zu messen.

Danach folgen das Wie und der Einstieg in die technologische Realisierung. Das heißt:

  • In welcher Form, Menge und Zeit stehen die Daten zur Verfügung,
  • wie kann man auf sie zugreifen,
  • wie müssen sie konsolidiert und standardisiert werden, um sie schließlich analysieren und auswerten zu können?

Formate, Protokolle, Schnittstellen, Bandbreiten müssen untersucht werden, ebenso wie erforderliche Kapazitäten, Struktur und Performanceanforderungen der zu verwendenden Datenbanken. Schließlich muss noch über die Auswahl geeigneter Analyse-Tools und Dashboards entschieden werden. Die intelligente Analyse der zugrunde liegenden Daten mithilfe entsprechender Algorithmen bildet schließlich den Nukleus eines BI-Projekts, denn die dadurch abgeleiteten Maßnahmen (z. B. Teil- oder vollautomatisierte Prozesse, Handlungsempfehlungen, Entscheidungsgrundlagen) entscheiden über den beabsichtigten Erfolg.

Frank Lubnau, Business Chief Digital Officer bei der Robert Bosch GmbH, empfiehlt einen pragmatischen Einstieg in solche Digitalisierungsprojekte. Schon die Auswertung von wenigen, einfachen und leicht zugänglichen Daten verspricht enorme Optimierungspotenziale. Agile Vorgehensweisen und Prototyping ermöglichen relativ schnell sichtbare Erfolge. (Konferenz Mittelstand 4.0, Darmstadt, 8./9. Juni 2017).

Die Digitale Transformation wird weitergehen und sich nicht mit der Analyse von Daten zufrieden geben.

„Analytics is the Foundation for Cognitive“,
sagt Ginni Rometty, CEO und Chairman der IBM Corporation.

Lernende Systeme werden in Zukunft völlig neue Geschäftsfelder eröffnen und ungeahnte Chancen für Unternehmen bieten, sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Unschwer zu erkennen, dass IBM seine Zukunft auf „Watson“ baut.
PROFI hat sich frühzeitig mit vielen dieser Fragestellungen beschäftigt und bereits umfangreiche Erfahrungen in Digitalisierungsprojekten sammeln können. Business-Analytics- und Cognitive-Lösungen sind wichtige Bausteine unserer Architektur- und Prozessberatung. Wir helfen Ihnen, den richtigen Einstieg zu finden, und begleiten Sie gerne bei der Umsetzung Ihrer Digitalen Agenda.

In der vorliegenden Ausgabe werden wir aufzeigen, welche Chancen Business Intelligence mit sich bringt. Von SAP HANA über agile Methoden bis hin zu kognitiver Infrastruktur nehmen wir Sie mit auf die Reise, ganz nach dem Motto: Watch out for Big Data!

Stefan Langhirt,
Geschäftsbereichsleiter Unternehmensstrategie &
Business Operations der PROFI AG