Der Weg in ein Neues Zeitalter

Business-Lösungen

Der Weg in ein Neues Zeitalter

Cloud-Innovationen neu entdecken

Die Digitalisierung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus – privat und geschäftlich. Täglich erlebe ich in meinem Arbeitsalltag, wie Unternehmen gezwungen werden, ihre Geschäftsabläufe umzuwandeln und anzupassen. Bei meinen Gesprächen geht es natürlich meist um die Cloud und welche Rolle sie bei diesem Wandel spielen kann. Und es sind Faktoren wie Schnelligkeit, Skalierbarkeit, Flexibilität und nicht zuletzt Kosten, die für die Cloud sprechen – deshalb ist die Cloud auch hierzulande auf dem Vormarsch.

Kein Mangel an guten Ideen

Ging es noch vor wenigen Jahren hauptsächlich um Kosten – CAPEX und OPEX sind die Stichworte -, so treibt heute Unternehmen vor allem die Frage nach ihrem Geschäftsmodell um: Passt es noch in die jetzigen Marktgegebenheiten oder muss es weiterentwickelt werden, und wie? Es steht fest, dass es dabei schnell gehen muss. An neuen und guten Ideen herrscht kein Mangel, aber nur wer seine Ideen zügig umsetzt, hat auch Erfolg. Schon manche Branche hat schmerzvoll erfahren müssen, dass gerade im Digitalzeitalter ein Stillstand Rückschritt bedeutet. Und als solider Weg zur Innovation steht immer öfter die Cloud im Fokus.

Studien untermauern Cloud-Trend

Dass die Cloud zum Wachstumsmotor der IT geworden ist, zeigen auch viele Studien. So ergab die Computerwoche-Cloud-Readiness-Studie, für die Mitte 2015 über 700 deutsche Unternehmen befragt wurden, dass bereits die Hälfte der befragten Unternehmen Cloud-Services einsetzen. Weitere 11,3 Prozent planen eine Nutzung innerhalb von zwölf Monaten und 19 Prozent sind in der Prüfungsphase. Laut der Experton-Studie „Cloud Vendor Benchmark 2015“ betrug der hiesige Cloud-Markt 2015 mehr als neun Milliarden Euro. Weltweit soll nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner der weltweite Umsatz bis 2018 knapp 290 Milliarden US-Dollar erreichen.

OSRAM setzt auf IBM

Diese positive Entwicklung führe ich darauf zurück, dass heute der geschäftliche Nutzen im Vordergrund steht und in zahlreichen Beispielen auch bewiesen ist. So vertraut auch OSRAM als einer der weltweit führenden Lichthersteller der Cloud. Denn OSRAM agiert heute in einem Geschäftsfeld, das einen tiefgreifenden und raschen Wandel durchläuft: weg von der Glühlampe hin zu Leuchtdioden und intelligenten Beleuchtungslösungen. Mehr denn je gilt es für OSRAM, neue Technologien innerhalb kürzester Zeit in Innovationen zu verwandeln. Und deshalb bezieht das Münchner Unternehmen zukünftig Cloud Managed Services (CMS) von IBM. Mehr als 400 CMS für Non-SAP-Systeme und SAP-Anwendungen wird IBM in seinen Rechenzentren in Ehningen und in Hortolandia in Brasilien bereitstellen. So hat OSRAM mit der Cloud die perfekte IT-Ressource, um seine Infrastruktur auf ein solides und flexibles Fundament zu stellen und schnell auf Veränderungen zu reagieren.

Nicht ob, sondern wie ist die Frage

Ich denke, dass die Chancen der Cloud vielfältig sind. Sie reichen von der Infrastruktur über die Plattform bis zu Software-as-a-Service und Managed Services, von einer reinen Private-Cloud-Umgebung über Public-Cloud- zu Hybrid-Cloud-Architekturen. Unternehmen sollten vorab genau analysieren, wo sie stehen, wo sie hinwollen und in welcher Form sie die IT am besten nutzen können. Denn eines steht für mich fest: Heute ist es nicht mehr die Frage, „ob“, sondern „wie“ die Cloud eingesetzt wird.

In Zukunft ist alles klug

Die Cloud wird zum Herzstück, um IT-Disziplinen wie Big Data, Mobile, Social und Security miteinander zu verzahnen und um enorme Datenmengen auszuwerten. Ich möchte anmerken, dass wir heute bereits rund neun Milliarden vernetzter Gegenstände haben und für 2020 rund 50 Milliarden prognostiziert werden. Täglich erzeugen wir über 2,5 Trillionen Bytes an Daten, wovon etwa 80 Prozent unstrukturiert sind, also für herkömmliche Technologien unsichtbar.

Sichtbar werden die Daten durch kognitive Systeme wie Watson. Watson versteht die menschliche Sprache, kann Texte lesen und Bilder erkennen. Unstrukturierte Daten analysiert Watson und gewinnt daraus neues Wissen und Erkenntnisse, um Unternehmen oder Privatpersonen als Rat- und Impulsgeber zur Seite zu stehen.

Ein lernendes System wie Watson kann sein ganzes Potenzial nur in der Cloud entfalten, denn dort gibt es nahezu unbegrenzt IT-Power. IBM bietet Cloud-Technologien in Form von Services über die Innovationsplattform Bluemix oder als Software-as-a-Service-Angebot. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Cloud den Weg in ein neues Zeitalter ebnen, in dem Unternehmen mit Cognitive Computing bisher ungeahnte Innovationen entwickeln.

Yasser Eissa,
Vice President IBM Cloud in Deutschland, Österreich und der Schweiz der IBM