Zukunftsfähiges Software-Defined Storage

Infrastruktur-Lösungen

Zukunftsfähiges Software-Defined Storage

Konzept über zwei Rechenzentren

Konica Minolta Business Solution Europe

Die Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH mit Sitz in Langenhagen ist eine 100-prozentige Tochter von Konica Minolta, Inc., Tokyo, Japan und Teil des Geschäftsbereiches Business Technologies. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Beratung, Implementierung und dem Management von IT- und Dokumentenprozessen sowie im digitalen Produktionsdruck und verfügt über eine breite Palette an Drucksystemen und Lösungen.

„Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Kunden konnten wir die in uns gesetzten Erwartungen erfüllen und einen reibungslosen Ablauf des Projektes gewährleisten.“

Matthias Radtke, Vertriebsbeauftragter der PROFI AG

Die Ausgangssituation

Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH ist dabei, die unterschiedlichen Landesgesellschaften in Europa zu konsolidieren. Darüber hinaus werden unterschiedliche Akquisitionen von Konica Minolta in den europäischen IT-Betrieb integriert. Die Storage- und Server-Landschaft ist nahezu 100-prozentig virtualisiert. Vor der Realisierung dieses Projekts durch die PROFI AG befanden sich zwei Hypervisor (EMC VPLEX und IBM SVC) im Storage und es wurde VMware zur Virtualisierung der Server eingesetzt. Die Rechenzentren von Konica Minolta befanden sich in zwei aneinandergrenzenden Brandabschnitten an einem Standort.

Die Ziele

Anfang 2015 entschied sich Konica Minolta dazu, beide Rechenzentren räumlich voneinander zu trennen. Dazu wurde Rackspace in zwei unterschiedlichen Rechenzentren in Hannover angemietet. Die Entfernung zwischen den Rechenzentren beträgt 12 km (23 km Glasfaserstrecke). Entscheidend für Konica Minolta war es, hier keine wesentlich schlechteren Latenzen zu bekommen und die Kosten für eine weiterhin hochverfügbare Infrastruktur in Grenzen zu halten. Die Umzüge der Rechenzentren sollten den normalen IT-Betrieb nicht unterbrechen.

Die PROFI AG wurde beauftragt, ein zukunftsfähiges Storage-Konzept in Verbindung mit der Umzugsplanung zu erstellen und umzusetzen. Das Hauptaugenmerk bei der Erstellung des Storage-Konzepts lag darauf, dass sowohl die Erfahrungen aus dem Betrieb der letzten Jahre als auch die zukünftigen Herausforderungen in Hinblick auf Performance und Wachstumsmöglichkeiten berücksichtigt werden.

„Die Herausforderung ein in alle Richtungen skalierbares und zukunftsfähiges Konzept für die Konsolidierung der europäischen IT von Konica Minolta zu erstellen, haben wir gerne angenommen.“

Stefan Vieregge, Senior System Engineer der PROFI AG

Die PROFI-Leistung

Die Architektur der Lösung entwarf Stefan Vieregge, Senior System Engineer bei der PROFI AG. PROFI führte den Umzug der Rechenzentren innerhalb von zwei Wochenenden in Kooperation mit Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH durch. Dabei wurde von PROFI ein IBM SVC Enhanced Stretched Cluster implementiert. Durch den Einsatz des Enhanced Stretched Clusters und vFabrics konnte eine erhebliche verbesserte Kosteneffizienz erreicht werden. Mit Platzierung der Quoren (Komponenten zur Wahrung der Datenintegrität bei Ausfall einer Seite des SVC-Clusters) an einem dritten Standort konnte außerdem die Verfügbarkeit erhöht und ein Medienbruch durch Anbindung via FC/IP Router umgesetzt werden. Während der Umzüge wurde der IT-Betrieb aufrechterhalten, dies gelang mit über 60 aktiven Flashcopies auf dem SVC.

Kundennutzen

  • Geringe Latenzen durch DWDM in den einzelnen Rechenzentren
  • Sideawareness verringert ISL-Traffic
  • Kosteneffizienz durch vFabrics und direkte Anbindung an FC/IP Router
  • Erhöhung der Verfügbarkeit durch Platzierung der Quorum an einem dritten Standort und Anbindung via FC/IP Router (Medienbruch)
  • Umzüge der Rechenzentren online
  • Schnelle Inbetriebnahme der Rechenzentren nach dem Umzug
  • Flexibles Wachstum durch modularen Speicheransatz
  • Kurzfristige Steigerung des Speicherplatzes durch Aktivierung der Real Time Compression auf den V7000

Die Vorteile

Das neue von PROFI erstellte Software-Defined Storage-Konzept erlaubt es Konica Minolta, flexibel auf zukünftige Herausforderungen zu reagieren. Dabei ist es nicht nur möglich, sowohl in Bezug auf die Kapazität als auch auf die Performance zu wachsen. Vielmehr ist Konica Minolta auch in der Lage, zukünftige Projekte wie Automation (vRealize) zum Auf- bzw. Ausbau einer privaten, hybriden oder öffentlichen Cloud mit allen Vorteilen der automatisierten Bereitstellung von Speicherplatz anzugehen. Gerade in Zeiten erhöhter Personalanforderungen ist dies sehr wichtig für Konica Minolta.

Flexibilität wurde durch die Einführung sogenannter „Building Blocks“ erreicht, welche eine vordefinierte Größe (Platz und I/Os) haben und nur an den IBM SVC Enhanced Stretched Cluster angeschlossen werden müssen. Dies ist auch herstellerunabhängig möglich, ein weiterer großer Vorteil für Konica Minolta.

Mit der Implementierung des Enhanced Stretched Clusters wurde „Sideawareness“ für den IBM SVC geschaffen. Dadurch wird unnötiger Traffic auf den Glasfaserstrecken (ISL via DWDM) zwischen den Rechenzentren vermieden und erheblich Bandbreite eingespart. Mit Einführung der vFabrics auf den SAN Switches in den Rechenzentren konnten Integrated-Routing-Lizenzen und weitere physikalische Switches und FC/IP Router zur Anbindung der Quorum vermieden werden. Je nach Bedarf kann Konica Minolta Real Time Compression (RTC) auf den V7000 aktivieren. Dadurch wird der verfügbare Speicherplatz ohne nennenswerte Leistungseinbußen um mindestens 50 Prozent vergrößert.

„Die PROFI AG hat die hohen Anforderungen, die wir an unseren IT-Partner stellen, zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. So konnte der Umzug der Rechenzentren problemlos über die Bühne gehen.“

Christoph Wagner, Manager IT Infrastructure Europe der Konica Minolta Business Solutions Europe GmbH

Fazit

Durch den Umzug und die Implementierung des IBM SVC Enhanced Stretched Clusters ist Konica Minolta in einer optimalen Situation: Erhöhte Ausfallsicherheit wurde mit gesteigerter Kosteneffizienz verbunden. Mit Hilfe der modularen Bauweise kann nach Bedarf Speicherplatz nachgerüstet werden.