Business-Lösungen

Clean. Software. Development.

Das IBM Power i Paradoxon lösen

AS/400-Kunden entwickeln seit vielen Jahren individuelle Applikationen, maßgeschneidert auf ihre Markt- und Prozesserfordernisse. Über mehrere Hardware-Generationen hinweg profitierten sie von der Entkopplung von Betriebssystem und Anwendungsprogrammen. Deshalb laufen auf den heutigen IBM POWER i genannten Maschinen viele Anwendungen, die technologisch in die Jahre gekommen sind – fachlich aber das Nervensystem des Unternehmens darstellen.

Was lange Zeit mit minimalen Investitionen in die Software-Modernisierung am Laufen gehalten werden konnte, reicht in Zukunft nicht mehr aus, um gegenüber den Mitbewerbern die Nase vorn zu haben.

Daraus entstehen widersprüchliche Anforderungen an Unternehmen:

  1. Die Bestandssysteme müssen zuverlässig laufen und sich gleichzeitig für die Integration mit neuen Technologien öffnen.
  2. Die Entwicklermannschaft muss sich mit den gewachsenen Software-Architekturen auskennen und gleichzeitig modulare Konzepte anwenden können.
  3. Individuelle Software-Lösungen sind die Grundlage für agile Geschäftsprozesse und zwingen gleichzeitig zur Nutzung von Standards beim Austausch von Daten über Systemgrenzen hinweg.

Beim Erkennen und Auflösen dieses Paradoxons scheitern viele Unternehmen, indem sie sich für eine Entweder-Oder-Lösung entscheiden und einen sehr hohen Preis bezahlen.

Entscheiden sie sich für eine neue Standard-Software, dann …
… gehen sie ein hohes Risiko ein, da die Umstiegsphase mehrere Jahre dauern wird und währenddessen das Bestandssystem weitergepflegt wie auch das neue System implementiert werden muss.
… müssen sie mit Kosten im Millionen-Euro-Bereich rechnen, denn zunächst kaufen sie für viel Geld viel „Software“, was im heutigen System auch schon zur Verfügung steht.
… laufen sie Gefahr, dass langjährige Entwickler sich außerhalb des Unternehmens orientieren und dadurch wertvolles Prozesswissen für immer verloren geht.

Entscheiden sie sich für ein „Weiter so“, dann …
… werden in der Software Tag für Tag neue technische Schulden entstehen und entsprechende Zinsen und Zinseszinsen fallen an.
… verlieren sie den Anschluss zu ihren Kunden wie auch ihren internen Anwendern.
… ist eine Übernahme der Software durch junge Mitarbeiter bald unmöglich.

Mit dem Konzept des „Clean. Software. Development.“ stellt die PROFI Engineering Systems AG gemeinsam mit dem strategischen Partner PKS Software ein ganzheitliches Konzept zur Verfügung, mit dem die werthaltige Substanz in gewachsenen Anwendungen herausgefiltert und gleichzeitig auf eine zukunftstsfähige Basis gestellt werden kann.

Das Konzept des „Clean. Software. Development.“

2010 entwickelte PKS ein spezielles Verfahren zur Software-Analyse und -Bewertung und führte zahlreiche IBM i Software Assessments durch. Das Verfahren wurde in Kundenprojekten gemeinsam mit den Software-Experten der PROFI weiterentwickelt. Ergebnis ist ein werterhaltendes, innovatives Vorgehen, das einen ganzheitlichen Ansatz der Software-Entwicklung verfolgt: Ziel ist es, von verkrusteten und unwartbaren Code-Strukturen oder von unflexiblen Standardlösungen wegzukommen, hin zu modernen und effizienten Anwendungen für die zentralen Unternehmensprozesse. „Clean. Software. Development.“ bedeutet, sich dort auf die Individualentwicklung zu fokussieren, wo diese für das Unternehmen einen wettbewerblichen oder kostenseitigen Vorteil bringt.

Die fünf Grundregeln des „Clean. Software. Development.“

„Clean. Software. Development.“ ist kosteneffizient und seine Prinzipien sind leicht umzusetzen. Hier die fünf Grundregeln auf einen Blick:

1. Analyse des Ist-Zustands
Es geht darum, sich Klarheit zu verschaffen über den tatsächlichen technologischen und fachlichen Zustand der Kernsysteme. Nur dann kann anhand von soliden Kenngrößen über deren Zukunft entschieden werden:

  • Benchmarks der Anwendungen gegen State-of-the-Art-Konzepte und -Architekturen mittels Sourcecode-Parsing, Code-Reviews und Trendchecks
  • Aussprechen praxiserprobter Handlungsempfehlungen und Verbesserungsvorschläge für einen schlanken und professionellen Entwicklungsprozess
  • Bewerten der fachlichen Passung der Eigenentwicklung zu den zukünftigen Anforderungen
  • Durchführung individueller Skill-Assessments für die Entwickler
  • Beratung bei der Zerlegung monolithischer Systeme

Analysiert wird der Ist-Zustand mittels des IBM i Software Assessment. Das nimmt nur wenige Tage in Anspruch und liefert unmittelbare Nutzwerte für das Unternehmen.

2. Entwickeln der individuellen Modernisierungs-Roadmap
Auf Basis der Analyseergebnisse können werthaltige IT-Assets weiter genutzt und damit bis zu 75 Prozent an Kosten gegenüber einem Systemwechsel eingespart werden. Die Modernisierungs-Roadmap kann im Kostenverlauf an die Investitionsmöglichkeiten des Kunden angepasst und somit seiner Finanzsituation ideal gerecht werden.

Dazu werden die fachlichen Anforderungen erarbeitet und anhand der strategischen und operativen Ziele priorisiert. Der Kunde erhält belastbare Aufwandsbewertungen für die einzelnen Projektabschnitte sowie Risikoprofile für die einzelnen Maßnahmen. Die Modernisierungs-Roadmap entsteht innerhalb von wenigen Wochen und wird von erfahrenen Software-Modernisierungsarchitekten unterstützt.

3. Verankerung der Konzepte des „Clean. Software. Development.“ in die Unternehmens- und IT-Strategie
In vielen Teams scheitert die dauerhafte Einführung von nachhaltigen Entwicklungskonzepten oder von effizienten Werkzeugen am tagtäglichen Zeitmangel und Projektdruck. Zu den gewohnten Arbeitsmustern zu greifen ist natürlich eine bequeme Möglichkeit. Dies bringt aber nur kurzfristigen Erfolg und lässt die technischen Schulden mittel- bis langfristig immer weiter steigern.

Schnelle und nachhaltige Erfolge innerhalb von nur vier Wochen bietet dagegen der Umstieg auf eine grafische Entwicklungsumgebung auf Basis Eclipse (IBM RDi) oder eine Sourcecode-Visualisierung und Online-Dokumentation (eXplain). Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter wird dadurch um 50 Prozent verkürzt und der Generationswechsel im IT-Team endlich ermöglicht.

PROFI und PKS sind die passenden externen Entwicklungspartner, die den Kunden langfristig kompetent begleiten, Innovationsimpulse geben und in anspruchsvollen Projektzeiten durch eine flexible Personaldecke unter die Arme greifen.

4. Schrittweises Vorgehen und unternehmensrelevante Mehrwerte schaffen
Bei den Modernisierungsmaßnahmen ist zu beachten, dass die einzelnen Roadmap-Schritte für den Kunden attraktiv in der Zielsetzung, nachhaltig in der Umsetzung und robust in der Durchführbarkeit sind. Dazu werden für jedes Teilprojekt messbare Ziele definiert.

Genutzt werden die am Markt verfügbaren Integrationstechnologien, wie z. B. eXcite, um vorhandene Systeme mit neuen Technologien intelligent und performant zu verbinden.

Die schrittweise Vorgehensweise ermöglicht es, Erfahrungen von einem auf das nächste Projekt zu übertragen und die Anpassbarkeit an sich verändernde Markt- oder Technologievorgaben sicherzustellen. Gerade hier profitieren die Kunden vom Potenzial, das in der Eigenentwicklung liegt, gegenüber der Abhängigkeit von langfristigen Technologieentscheidungen monopolistischer Software-Anbieter.

5. Den Generationswechsel nicht vergessen
Potenter IT-Nachwuchs ist Mangelware! Daher bieten PROFI und PKS spezielle Bildungsangebote, wie z. B. die i-cademy oder individuelle up2date-Schulungen. Den Kunden ist anzuraten, entsprechend moderne Werkzeuge für die Anwendungsentwicklung (RDi, eXplain etc.) zur Verfügung zu stellen, um Mitarbeiter mit Potenzial gewinnen und langfristig binden zu können. Hilfreich sind dazu auch Tools und Methoden zur Adaptierung grafischer Bedienoberflächen für 5250-Anwendungen (z. B. eXcite, Valence etc.). Denn die Modernisierung und Weiterentwicklung individueller Anwendungen stift et nur dann betriebswirtschaft lichen Nutzen, wenn deren Einsatz auch in Zukunft den Vorsprung des Unternehmens im Mitbewerb ausmacht.

Gezielt investieren
Gekonnt renovieren
Einfach besser entwickeln

Heidi Schmidt,
Geschäftsführerin der PKS Software GmbH

Matthias Kohlhardt,
Geschäftsbereichsleiter Software-Lösungen der PROFI AG